
Forschungspeptide
SS-31
Verfügbare Dokumentationsdaten und noch zu prüfende Angaben sind unten aufgeführt.
Verfügbarkeit wird geladen…
0

Forschungspeptide
Verfügbare Dokumentationsdaten und noch zu prüfende Angaben sind unten aufgeführt.
Verfügbarkeit wird geladen…
02 — Angaben zu prüfen
SS-31, auch Elamipretid genannt, ist ein synthetisches Tetrapeptid der Szeto-Schiller-Familie. Seine Sequenz enthält abwechselnd kationische und aromatische Reste, die hinsichtlich mitochondrialer Membranwechselwirkungen untersucht werden. Die Forschung betrachtet Cardiolipin, Lipiddoppelschichten, bioenergetische Proteine und zelluläre Stressantworten.
Technische Daten
Format: 30 mg. Explizite Referenzsequenz: D-Arg–Dmt–Lys–Phe–NH2; Dmt bedeutet 2′,6′-Dimethyltyrosin. RXKF allein beschreibt weder Stereochemie noch Amidierung vollständig.

Molekulare Referenzdaten.
PubChem-Eintrag ansehen — PubChem CID 11764719
Dmt bezeichnet 2′,6′-Dimethyltyrosin; D-Arg spezifiziert die Konfiguration des ersten Restes und NH2 die C-terminale Amidierung. Der Moleküleintrag umfasst kein mögliches Salz oder weitere Formulierungsbestandteile.
Die Abschnitte unterscheiden biophysikalische Membranversuche, Zellkulturen, Tiermodelle und klinische Studien definierter Formulierungen. Membranpotential, ATP, reaktive Sauerstoffspezies und Organfunktion sind unterschiedliche Endpunkte.
Die biophysikalische Arbeit von 2020 vergleicht Modell- und Mitochondrienmembranen experimentell und rechnerisch. Das Peptid verteilt sich in der Grenzfläche; Affinität und Bindungsdichte hängen von der Oberflächenladung ab. Cardiolipin trägt zum anionischen Umfeld der inneren Membran bei. Das Modell betrifft physikalische Grenzflächeneigenschaften, nicht allein direkte Radikalneutralisierung.
In derselben Studie verändert die Bindung die Lipidpackung, ohne die Doppelschicht unter den geprüften Bedingungen zu destabilisieren. Calciumversuche untersuchen zweiwertige Kationen an der Grenzfläche und die energetische Belastung mitochondrialen Stresses. Oberflächenladungsänderungen können Ionen und Proteine beeinflussen, verändern aber nicht jede Membranfunktion gleichermaßen.
Die PNAS-Studie identifiziert mitochondriale Proteinwechselwirkungen mittels chemischer Quervernetzung und Massenspektrometrie. Die Proteine betreffen vor allem oxidative Phosphorylierung und 2-Oxoglutarat-Prozesse und sind mit Cardiolipin verbunden. Die gemessene Nähe hilft bei Mechanismushypothesen, misst aber keine gesteigerte Energie oder Leistungsfähigkeit des Organismus.
Im LPS-Herzmodell untersucht die Studie von 2019 IL-6, IL-1β und TNF-α sowie Malondialdehyd, Superoxiddismutase und Glutathionperoxidase. Auch Zellenergie und Mitochondrienpotential werden betrachtet. Oxidative Schädigung, Enzymaktivität und Entzündungstranskripte erfassen verschiedene Antwortebenen; ihre Übereinstimmung informiert stärker als ein einzelner Messwert.
Die Herzforschung umfasst H9C2-Zellen und LPS-exponierte Mäuse sowie ein Schweinemodell hämorrhagischen Schocks mit Aortenverschluss. Verglichen werden kardiale, renale, entzündliche und Reanimationsmarker; nicht alle Endpunkte ändern sich gleich. Systemische Entzündung und unterbrochene beziehungsweise wiederhergestellte Durchblutung sind unterschiedliche Versuchsbedingungen.
Die Sepsisenzephalopathiestudie kombiniert ein Mausmodell mit BV-2-Mikrogliazellen. Untersucht werden mitochondriale Drp1-Translokation, Spaltung, NLRP3-Inflammasom und Rekrutierung des N-terminalen Gasdermin-D-Fragments. Auch Kognition und Überleben werden erfasst. Zellanalysen suchen Verbindungen zur Mitochondriendynamik, ersetzen aber keine klinische Prüfung am Menschen.
Eine Originalarbeit von 2024 untersucht LPS-Lungenschäden mittels Histologie, Transkriptomik und S100A8/NLRP3/GSDMD-Analyse. Entzündungs- und Zelltodmarker werden mit Gewebeschäden verglichen. Das klärt den pulmonalen Forschungskontext, setzt aber LPS-Exposition, klinische Sepsis und sämtliche Atemversagensformen nicht gleich.
Die PLOS-ONE-Arbeit nutzt westlich ernährte ApoE−/−-Mäuse, keine Ratten. Untersucht werden Plaques, oxidative Marker, Entzündungsmediatoren und Cholesterinaufnahmeproteine wie CD36 und LOX-1. Plaqueveränderungen entsprechen nicht niedrigeren Plasmalipiden; Kompartimente und Endpunkte sind getrennt zu interpretieren.
Das Abstract zu Hirnmikrogefäßen alter Mäuse betrachtet Proteomveränderungen und mitochondriale Komponenten. Die Muskelübersicht behandelt Mitochondrienkapazität, Insulinsensitivität und Funktion verschiedener zielgerichteter Antioxidanzien. ROS dienen auch physiologischen Signalen; niedrigere oxidative Marker bedeuten weder grundsätzlich besseren Antioxidantienschutz noch belegte Lebensverlängerung.
Die kleine randomisierte Herzinsuffizienzstudie von 2017 prüft vor allem Verträglichkeit und kurzfristige Echokardiografie, keine gesicherte Dauerwirksamkeit. Die ARPE-19-Netzhautzellarbeit von 2022 wurde zurückgezogen; sie ist entsprechend gekennzeichnet und stützt keine Produktaussage. Preprints und Kongressabstracts bleiben von Vollartikeln unterschieden.
Produktkatalog für Forschungsaktivitäten. Nicht zur Anwendung am Menschen oder bei Tieren. Dieser Hinweis ersetzt keine Prüfung der geltenden Vorschriften.